Zittel, Emil

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Zittel, Emil (* Lörrach, Baden 14. Aug. 1837 † Karlsruhe, Baden 23. Jan. 1899) Pfarrer, Dekan, Kirchenrat , Dr. theol.

Schmitthenner, Adolf (* Neckarbischofsheim Ght. Baden 24. Mai 1854 † 22. Jan. 1907 ebenda) Pfarrer

Thoma, Albrecht (* Dertingen Ght. Baden 2. Dez. 1844 † 15. März 1915 Karlsruhe, Baden) Pfarrer, Synodal, Prof. Dr. h.c.

Veesenmeyer, Emil (* Stuttgart 29. Juli 1857 † 5. März 1944 Wiesbaden, Hessen) Pfarrer, Dekan, Dr. h.c.


Die vier Evangelien

übersetzt und erklärt von Emil Zittel

Karlsruhe, Baden: Druck und Verlag der G. Braun'schen Hofbuchhandlung 1880.

Erster Theil: Einleitung. Das Evangelium nach Matthäus. Das Evangelium nach Markus

Zweiter Theil: Das Evangelium nach Lukas. Zum Johannesevangelium. Das Johannesevangelium.


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Zum Buch:

Daten:

  • Erster Theil: Gebundener Oktavband, Fadenheftung; VIII & 232 S. Frakturdruck.
  • Zweiter Theil: wie oben, VIII & 214 S. Fakturdruck.

Schrifttext einspaltig fortlaufend gesetzt; Sinnabschnitts– Überschriften und –Inhalte. Ausführliche Erklärungen, Parallel- und Verweisstellen und Lesarten in zweispaltigen Fußnoten; auch Zusätze und Auslassungen aus anders bezeugten Handschriften sind dort vermerkt.

Emil Zittel schrieb zu Karlsruhe, im Juni 1879, auf zwei Seiten "Widmung und Vorwort".

¶ Familienbibel des Neuen Testamentes

übersetzt und erklärt ...

Karlsruhe, Baden: Druck und Verlag der G. Braun'schen Hofbuchhandlung

I. Band: Die vier Evangelien und die Apostelgeschichte

übersetzt und erklärt von Emil Zittel

Karlsruhe: wie oben 1882

II. Band: Die neutestamentlichen Briefe und die Offenbarung des Johannes

übersetzt und erklärt von Emil Zittel, Emil Veesenmeyer, Adolf Schmitthenner und Albrecht Thoma

Karlsruhe: wie oben 1885


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Zum Buch:

Zittel übersetzte die Paulusbriefe, Veesenmeyer die an Timotheus und Titus, Schmitthenner die Petrus-, den Judas-, Jakobus-, sowie den Hebräerbrief, Thoma die Johannesbriefe sowie die Offenbarung. Die Vorworte sind in Karlsruhe 1881 bzw. 1885 verfasst. Diese vollständigen NT- Ausgabe ist eine erweiterte Ausgabe der erstgenannten (unverändert übenommenen) Evv.- Übersetzung.


Die Schriften des Neuen Testaments

Dem deutschen Volke übersetzt und erklärt von Emil Zittel

Karlsruhe, Baden: Druck und Verlag der Braun'schen Hofbuchhandlung 1894

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»So aber sollt ihr nun beten: „Unser Vater, der du bist in dem Himmel.

Geheiligt werde dein Name. Es komme dein Reich.

Es geschehe dein Wille, wie im Himmel, so auch auf Erden.

Unser Brot, das wir bedürfen, gib uns heute.

Und vergib uns unsere Schulden, wie wir vergeben unsern Schuldigern.

Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen."

Matth. 5:9- 13


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Zum Buch:

Dekan Emil Zittel schrieb im Mai 1894 in Karlsruhe das dreieinhalb- seitige Vorwort zu diesem opulent ausgestatteten Oktavband. Den Deutschen aller Coleur widmete er sein NT. Mit Ausnahme von begründeten Abweichungen ist der Tischendorf´sche griechische Text zugrundegelegt. Der Bibeltext ist zweispaltig in Bruchschrift gesetzt, die überaus reichlichen Anmerkungen sind darunter in die Fußnote eingeordnet, sie enthalten auch eine Fülle von Parallel- und Verweisstellen und nehmen oft eine halbe Seite ein. Angeordnet sind die Bücher nach der (vermuteten) Zeit ihrer Entstehung, beginnend mit dem ersten Brief an die Thessalonicher, abgeschlossen mit der Offenbarung, das gemäß Zittels Einschätzung etwa im Jahr 68 n. Chr. von einem Presbyter "Johannes" oder einem Kreis ephesinischer Theologen verfaßt wurde. Poetische Texte sind hier in einer kleineren Schrift wiedergegeben, die manchen Weitsichtigen Probleme bereiten dürften.

Den ersten drei Evangelien ist eine synoptische Tabelle vorgestellt. Die drei Gemeindeamts- Inhaber aus dem 1. Timotheusbrief werden als "Bischöfe", "Diakone" und "Älteste" bezeichnet. - Am Ende des über 500 Seiten starken Werkes sind von der Württembergischen Bibelanstalt gedruckte farbige Landkarten plaziert, wie man sie aus der alten Lutherbibel kennt.--

Die altehrwürdige Braun'sche Hofbuchhandlung heißt heute "Verlagshaus G. Braun" und steht auf jenem Gelände in der Innenstadt, wo bis zu ihrer Zerstörung 1938 die orthodoxe Synagoge der »Adaß Jisroel« stand.

Die Entstehung der Bibel (1875)

Von Emil Zittel

Karlsruhe, Baden: Druck und Velag der Braun'schen Hofbuchhandlung. [2. unveränderte A. 1872]. Dritte, neu bearbeitete Auflage 1875

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"Es ist kein Gott, wie des Lieblings Gott,

Der helfend am Himmel einherfährt,

Auf Wolken thronend in Herrlichkeit.

Zuflucht ist der uralte Gott,

Er waltet mit ewigem Arme,

Er trieb vor dir her den Feind,

Und befahl dir, ihn zu vertilgen.

So wohnt nun Israel sicher,

Getreide und Most vor Augen;

Wohnt nun allein in dem Lande,

Das der Thau vom Himmel erquickt.

Heil Israel, wer ist wie du!

Der Schild deiner Hilfe,

Das Schwert deiner Macht,

Dein Retter, o Volk, ist Jehova!"

5. M. 33: 26f
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Zum Buch:

Gebundener Kleinoktavband, Fadenheftung; IV & 164 S. Frakturdruck; Schrifttexte einspaltig abschnitts- und versweise gesetzt, jedoch ohne Verszahlen. Einleitungen und Erklärungen dazwischen.

Enthalten sind folgende Texte:

1. Mose 27:28–29.39b–40 • 2. Mose 15:1–18 • 5. Mose 30:15–20 • 32:7–15 • 33:26–29.
Josua 10:12–13 • Richter 5:6–8.19–21.
1 Sam 11:4–9.11.14–15 • 28:8.11.13–17.19 •• 2 Sam 1 • 22:2-7.17.19.34–37.43
2 Könige 22:3–5.8–11.13–20 • 23:1–3.5–6.21–23
Jesaia 11:1–8 • 53:1–12 • 60:1–6.8–10.15–20 •• Jer 30:7–19 • 33:14–16 •• Eze 34:1–24c • 37:1–12.14b.
Joel 2:28-29 •• Amos 5:18–24 • 9:11–15 •• Haggai 2:3 •• Hosea 2:13–20 •• Micha 4:12 bis 5:1 •• Oba 10–18 •• Mal 1:1–6.
Klagelieder 4:1 • 5:7–22
Sirach 32:5–7
Psalm 1 • 104:1-4.10–24 • 137 •• Hiob 19:21–27 • 21:6–15 •• Pred 2:13–15 • 11:8–10 • 12:1–7
Hohelied 2:10–14 • 5:10–16 • 7:12 bis 8:9
Sprüche 6:6–10 • 10:1.5 • 11:22–24 • 12:1.15.23 • 13:12.24 • 14:1.23 • 15:16–18 • 20:14 • 23:29–35 • 26:17 • 29:9
Philemon

Die Entstehung der Bibel (1891f)

von Emil Zittel

Leipzig, Sachsen: Druck und Verlag von Philipp Reclam jun. (ohne Jahr). Fünfte verbesserte (und erweiterte) Auflage (1891). Auf Kriegspapier gedruckt. (vermutl. ca. 1919)

Reihe: Reclams Universalbibliothek RUB Nr. 2836-2837a.

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Wohl dem, der nicht hört auf der Frevler Rat,

Nicht wandelt auf Sünderwegen,

Noch sitzt, wo die Spötter sitzen.

Jehovas Gebote sind seine Lust,

Bei Tag und Nacht sein Gedenken.

Er gleicht dem Baum, der am Wasserbach

Seine Frucht bringt zu seiner Zeit,

Und dessen Blätter nicht welken,

Was er beginnt, gerät wohl."

Erster Psalm

Weil nun doch viele es einmal unternommen haben, eine Darstellung der Begebenheiten aufzusetzen, die sich unter uns vollzogen haben, so wie es uns diejenigen überlieferten, die von Anfang an Augenzeugen und Diener des Worts gewesen sind: habe auch ich mich entschlossen, hochgeehrter Theophilus, nachdem ich alles fleißig von vorn erkundet habe, es dir der Reihe nach niederzuschreiben, damit du den sicheren Grund der Lehren, in welchen du unterrichtet bist, erkennen mögest.

Luk. 1:1–4
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Zum Buch:

Im Gegensatz zum Neuen Testament, das lediglich eine Auflage erlebte und deshalb kaum bekannt ist, ist dieses kleine Einleitungswerk in mindestens fünf Auflagen und Nachdrucken verbreitet. Sämtliche vorhandenen biblischen Bücher einschließlich des apokryphischen Textes werden eingeleitet und mit reichlich Textstellen illustriert. Zittel hat diese auch in den weiteren Auflagen immer wieder bearbeitet. Diese 5. Auflage ist in kl.-8° kartoniert, fadengeheftet mit 224 S., der Satz fortlaufend in Fraktur gedruckt. Alle Bibeltexte sind recht klein und versweise gesetzt. In dem Reclamheftchen ist der Druck lediglich verkleinert. In beiden Ausgaben ist der Philemon- Brief von Paulus komplett enthalten.

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Folgende Texte sind in dieser 5° zusätzlich aufgenommen:

Daniel 7:1-14 • 11:36–37 • 12:1–3. Lukas 1:1–4. Überarbeitet wurden z. B. Prediger 12:8, Obadja sowie Philemon.


Biogramm:

  • Emil Zittel wuchs in einem Pfarrhaus in Balingen am Kaiserstuhl auf. Das Gymnasium vollendete er in Heidelberg, wo sein Vater Karl 1847 Stadtpfarrer wurde. Er studierte in Heidelberg unter Rothe und Ullmann und in Jena unter Rückert und Hase Theologie.
1855 trat er nach bestandenem Examen in den Kirchendienst ein, wurde Vikar im badischen Durlach und Pfarrverweser in Ettlingen. 1863 wurde Zittel gleichzeitig mit Emil Frommel zum Stadtpfarrer in Karlsruhe gewählt. 1874 rückte er vom Pfarrer der Augartenpfarrei an die Stelle des verstorbenen Dekans Roth zum Pfarrer an der Stadtkirche auf und wurde gleichzeitig von der Diözesansynode zum Dekan gewählt.

Er war ein Vertreter der liberalen Richtung in der badischen Landeskirche. Als einer der jüngsten hat er der Gründung des deutschen Protestantenvereins 1863 in Frankfurt a. M. beigewohnt. 1867 trat er in die Redaktion des Südd. evang.=prot. Wochenblattes ein. Von 1876 bis 1892 war er als Vertreter seiner Diözese Mitglied aller Generalsynoden. 1886 wählte ihn die Generalsynode in ihren ständigen Ausschuß.

1884 erhielt er das Ritterkreuz I. Klasse vom Zähringer Löwen, 1886 aus Anlaß des Universitätsjubiläums von der Universität Heidelberg die Dokterwürde, kurz vor seiner Pensionierung den Titel Kirchenrat. Schon längere Zeit herzkrank ging er 1896 in den Ruhestand.

  • Emil Veesenmeyer

Nach theologischen Examina 1877/78 in Mannheim, wurde Veesenmeyer zunächst Vikar in Schwetzingen und Mannheim, 1881 Pfarrer in Holzen (bei Kandern im Schwarzwald), dann 1885 zuerst an die Wiesbadener Marktkirche berufen; er wurde 1892 Erster Pfarrer der Bergkirchengemeinde, wo er bis zu seiner Versetzung in den Ruhestand, 1927, verblieb. Ehrenamtlich wurde er ab 1918 zum Dekan, 1925 zum Landeskirchenrat ernannt. 1918 empfing er den Ehrendoktor der Universität Marburg. Veesenmeyer gründete das erste Gemeindehaus Wiesbadens. 1921 wurde er Vorsitzender des Nassauischen Gustav- Adolf- Vereins. Bekannt wurde er weit über die Grenzen Wiesbadens hinaus durch das Wiesbadener Programm, das die Grundform einer evangelischen Predigtkirche festlegte. Das 'Wiesbadener Programm' ist Grundlage der dritten evangelischen Kirche in Wiesbaden, der Ringkirche (1892-1894). Sie wurde Vorbild für eine große Zahl von deutschen Kirchbauten in den folgenden Jahrzehnten.

Veesenmeyer gehörte als Freimaurer der Loge „Plato zur beständigen Einheit“ an, war drei Mal Meister vom Stuhl, später Altstuhlmeister. Für den Bau der Ringkirche sorgte er als Raumschmuck in der Reformatorenhalle für Portraits von Reformatoren und ließ auf Kosten des Luxemburger Großherzog Adolf – vormals von Nassau – die beiden Ritter Wilhelm der Schweiger und Gustav Adolf von Schweden von dem Frankfurter Bildhauer Ernst Rittweger erschaffen und vor dem Ostportal der Ringkirche aufstellen. Die paritätische Auswahl der Reformatoren (je zwei lutherische und zwei reformierte) zeigt, dass Veesenmeyers Architekturmodell der Union lutherischer und reformierter Konfession verpflichtet ist.

  • Adolf Schmitthenner,

nach dessen Namen ein Gymnasium in Neckarbischofsheim benannt ist, war ein Pfarrer und Heimdichter.

Geboren Im Frühsommer 1854 in Neckarbischofsheim erlebte er als 5- jähriger den großen Brand in seiner Heimatstadt. Er hatte zuerst Privatunterricht in einer Lateinschule in Neckarbischofsheim und besuchte ab der Obersekunda ein Gymnasium in Karlsruhe.

1872 machte er sein Abitur und studierte danach in Tübingen, Leipzig und Heidelberg.

Mit 22 Jahren wurde Adolf Schmitthenner Vikar in Brötzingen. 1878/79 bereiste er ein halbes Jahr lang zu Studienzwecken Berlin, England und Schottland. Am 30.3.1880 heiratete er die Tochter des Lahrer Dekans, Aline Wagner und kehrte dann 1882 in seine Heimatstadt Neckarbischofsheim zurück, wo er Pfarrer und Vorsitzender der Kasinogesellschaft wurde. 1892 wurde er schließlich 1. Pfarrer in Neckarbischofsheim und ca. 1 Jahr später Stadtpfarrer in Heidelberg und Leher am evangelischen theologischen Predigerseminar. In Heidelberg war er Vorsitzender des wissenschaftlichen Predigerverein, Mitglied in der evangelischen Gemeindepflege, im Frauenverein, im Gustav- Adolf- Verein, im Evangelischen Bund, im Allgemeinen Missionsverein, im Verein gegen Missbrauch geistiger Getränke und in vielen anderen Vereinen.

Im Winter 1907 starb Adolf Schmitthenner im Alter von 52 Jahren. Er ist bekannt für seine theologischen und literaturwissenschaftlichen Schriften, insbesondere für seine Erzählung "Das Deutsche Herz". Weitere Werke sind: "Frieden auf Erden" und "Die Heimat".

  • Albrecht Thoma:

http://www.bautz.de/bbkl/t/thoma_a.shtml