Altschul, Jakob

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Kreuzbraun.gif

Dr. jur.

Altschul, Jakob

(* Böhmisch- Leipa 14. Adar I 5603 / 14. Feb. 1843 - 27. Adar II 5700 / 6. Apr. 1940 Wien/ Austria)

Altschul, Jakob

Koph.png Wortstimme

"Leg’ mich wie ein Siegel an dein Herz, / Wie ein Siegel an Deinen Arm; /

Denn mächtig wie der Tod / ist die Liebe, Stark wie die Hölle /

Ihr Eifer. /

Ihre Pfeile sind Feuerpfeile, / Sind Gottesflammen./

Mächtige Wasser / Vermögen nicht auszulöschen /

Die Liebe, / Ströme sie nicht zu vernichten.

Gäbe jemand

Das ganze Vermögen seines Hauses

Für Liebe,

Verachten, verlachen würde man ihn. —“

(Kap. 8)

zum Buch:

Das Vorwort ist in 1873 in Graschnitz / Steiermark geschrieben.

Dieses Buch beschreibt im ersten Teil auf ca.140 Seiten die Rezeptionsgeschichte des Hohen Liedes seit der Frühzeit, etwas ausführlicher seit dem 18. Jahrhundert durch Kirche und Synagoge bzw. deren Ausleger. Johann Gottfried Herders Verständnis des Liedes wird dabei besonders gewürdigt. Altschul nimmt, noch extremer als H. Graetz, eine sehr späte Datierung des „Liedes“ an, etwa um die Zeitenwende. - Der zweite Teil des Buches beinhaltet eine Übersetzung, die als „sklavisch getreu“ beschrieben wird.

Zur Person:

Über diesen jüdischen Autor würden wir gerne mehr wissen. Bisher bekannt ist, daß er in Böhmisch- Leipa das Gymnasium des Augustinerklosters besuchte. 1863 begann er ein Jurastudium in Wien, dort wurde er 1871 in Jurisprudenz promoviert.

Diese einzige Synagoge ("Tempel") in der Steiermark stand von 1892 bis 1938 in Graz. Erst im Jahr 2000 wurde ein neues "Bejth haKnesseth" errichtet. (Ob Jakob Altschul von Graschnitz aus diesen Tempel besuchte, ist nicht bekannt)